Seppi

  • Hallo meine Süßen!

    Nachdem diese Torte auf Facebook so eine wahnsinnig positive Resonanz gebracht hat, nehme ich das zum Anlaß meinen Blog endlich wieder zu beleben.

    Außerdem gebe ich euch ein paar Einblicke in die Herstellung – habe dabei leider nicht mitfotografiert, aber ich werd versuchen es euch ein bißchen zu erklären

    Also los gehts……

     

    Mein lieber Papa isst ja so absolut gar nie etwas Süßes – trotzdem liebt er meine Torten.

    Er ist von jeder meiner Kreationen immer sehr angetan, deshalb stand für mich fest, dass ich ihm zu seinem 70.Ehrentag eine ganz besondere Torte zaubere.

    So sehr er Süßes gar nicht mag, so sehr liebt er BIER ….

    also stand das Thema schon mal fest –

    aber was??? den Bierkrug gabs schon so oft und holt auch keine Katze mehr hintemr Ofen vor, 6er Tragerl wäre zu klein gewesen – für 35 Gäste durfte es ruhig größer werden und so entschied ich mich für eine Bierkiste in Originalgröße

    noch kurze Absprache mit meinem Sohn “Welche Biersorte mag Opa denn am liebsten?” – “Ganz sicher GÖSSER Mama” !

    Alles klar – dann wird es eine Gösserkiste

    na dann gings los mit der Planung.

    Die Flaschen modellieren ? 20 Stück? alles aus Zucker? – das isst doch keiner und wird dann weggeschmissen ? das wollte ich nicht – also

    machen wir sie doch aus Schokolade –

    ja genaue da mach ich mir eine Form und gieß die Flaschenhälse einfach  – dann schauen sie auch alle gleich aus

    ich hatte mir voriges Jahr aus den USA ein Reuse-a-Mold von www.evilcakegenius.com

    mitgenommen .

    das ist einfach ein Kübel Gelatine – so riecht es zumindest – man kann es immer wieder aufschmelzen und neue Dinge abformen.

    in diesem Fall habe ich es geschmolzen und in eine Becher geleert. dann habe ich eine Bierflasche geholt , oben in die Öffnung einfach Fondant freigegeben (damit von dem flüssigen Gel nichts in die Flasche rinnt) und sie dann kopfüber in den Becher gedrückt.

    dann wartet man einfach, bis das ganz abkühlt und fest wird.

    und schon hat man ein wunderbares Mould für die Flaschenhälse.

    der nächste Schritt war also Kuvertüre schmelzen  – in die Form gießen und dann wiederrausholen…

    nach 18 Flaschen war die Kuvertüre verbraucht – also gibts eben keine volle Kiste ;)

    die Kronenkorken hab ich nach dem gleichen Prinzip gemacht nur nicht mit Schoki sondern aus Blütenpaste , die wurden dann noch mit goldener Puderfarbe bemalt.

    die Etiketten hab ich mit meinem Drucker auf Esspapier gedruckt und an den Flaschen und Korken befestigt.

    die Seitenteile der Kiste hab ich aus Gelatinezucker (Pastillage)gemacht, denn die Kiste sollt ja ziemlich identisch aussehen und dazu brauch man ja auch die Löcher für die Griffe.

    Das habe ich also schon einpaar Tage im voraus vorbereitet, damit es trocknen und fest werden kann.

     

    den Gelatinezucker kann man relativ einfach selbst herstellen und der wird recht stabil – trotzdem muss man vorsichtig sein, denn zerbrechlich ist das ganze schon.

    Hier das Rezept:

    20G Gelatinepulver

    100g Wasser

    100g Glukosesirup

    1500g Puderzucker

    Das Gelatinepulver läßt man im Wasser quellen und löst es dann durch erwärmen auf, anschließend gibt man den Glukosesirup dazu. diese Mischung fügt man dann zum Puderzucker hinzu und knetet so lange bis man eine homogene Masse hat.

    diese Masse kann anschließend sofort verwendet werden. man muss sie gut verpacken denn sie härtet ziemlich schnell aus. Kleine Teile sind schon nach 2-3 Stunden steinhart. die Seitenteile der Kiste hab ich 36 Stunden trocken lassen, bevor ich sie das erste mal in die Senkrechte gebracht habe.

    Es ist immer gut wenn man ein Originalobjekt zuhause hat, denn dann kann man es nach belieben vermessen.

    eine Bierkiste hat folgende Maße eine Grundfläche von 40×30 und eine Höhe von 29 cm

    ich brauchte also 2 Seitenteile mit 40×29 und zwei mit 30×29…

    dann habe ich noch die Löcher für die Griffe ausgeschnitten und das Ganze zum Trocknen auf die Seite gestellt.

    dann gings an den Kuchen. die Grundfläche mußte natürlich etwas kleiner sein, damit die Seitenteile dann auch herumpassen, und von der Höhe hätte der Kuchen 18 cm haben können, weil das aber für 34 Personen definitiv habe ich mich dazu entschieden einen Dummy als Untergrund zu machen.

    dieser hatte folgenden Maße 38x 28x 10

    dadrauf hab ich dann den Kuchen geschichtet, alles mit Ganache eingestrichen, eindecken mit Fondant hab Schmier gespart, denn von oben brauchte es ja nur dunkel zu sein und auf den Seiten kamen sowieso die Seitenteile drauf.

    diese haben ich dann nicht mit Airbrush abgesprüht.

    Das Gösser Zeichen hab ich aus Blütenpaste ausgeschnitten , genau so wie die Buchstaben für Seppo

     

    das Wappen kam wieder aus meinem Drucker .

    “gut besser” hab ich mit der Hand gemalt – wie man bestens erkennen kann ;)

    aber das war quasi das letzte was ich an der Torte gemacht habe und da war es schon gegen Mitternacht und ich schon ziemlich müde.

    so ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Herstellung geben. sollten noch fragen auftauchen, bitte fragt mich einfach – ich werde versuchen weiterzuhelfen.

    Beim nächsten größeren Projekt werde ich mitfotografieren, dann erklären sich manche Dinge leichter – versprochen.

    als ich die Torte nach dem Essen dann präsentiert habe, kamen alle aus dem Staunen nicht raus  –

    die meisten  Gäste haben auf den ersten Blick nicht erkannt, dass es eine Torte ist und geglaubt die Torte versteckt sich hinter oder in der Bierkiste…

    ein schöneres Kompliment kann ich gar nicht bekommen.

    Da fällt dann der Anschnitt gar nicht mehr so schwer.

    Apropos Anschnitt

    hier hab ich noch ein paar Fotos

     

    Achja genau… hier hab ich noch ein Foto im Vergleich mit der echten KIste

     

    ich wünsch euch noch einen wunderschönen Sonntag

    ganz liebe Grüße eure Tortenspinnerin

     

     

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